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ChatGPT Ads: Wie Werbung in ChatGPT funktioniert und welche Chancen sie Unternehmen bietet

ChatGPT Ads sind in Deutschland angekommen. Damit entsteht neben Google Ads, Meta Ads, LinkedIn Ads und anderen etablierten Plattformen ein neuer Werbekanal, allerdings mit einem grundlegend anderen Ansatz.

Denn bei ChatGPT suchen Menschen nicht nur nach einzelnen Keywords. Sie beschreiben Probleme, vergleichen Möglichkeiten, stellen Rückfragen und lassen sich bei Entscheidungen unterstützen. Genau in diesem Kontext können Unternehmen mit ChatGPT Ads sichtbar werden.

Was sind ChatGPT Ads?

ChatGPT Ads sind bezahlte und als gesponsert gekennzeichnete Anzeigen innerhalb von ChatGPT.

Sie können unterhalb einer Antwort von ChatGPT erscheinen und sind optisch von der eigentlichen KI-Antwort getrennt. Eine typische Anzeige kann unter anderem den Namen des Unternehmens, ein Logo, eine Überschrift, Beschreibung, Landingpage und Bildmaterial enthalten.

Die Werbung wird nicht Teil der Antwort von ChatGPT: Werbetreibende haben keinen Einfluss darauf haben, welche Antworten ChatGPT generiert. Die Werbung ist eine bezahlte Platzierung, die separat ausgewählt und gekennzeichnet wird.

 

Was unterscheidet ChatGPT Ads von Google Ads?

Der entscheidende Unterschied liegt im Kontext. Bei klassischer Suchmaschinenwerbung basiert Targeting häufig stark auf Suchbegriffen. Ein Mensch gibt beispielsweise „CRM Software Mittelstand“ ein und erhält dazu passende Anzeigen.

Eine Unterhaltung mit ChatGPT kann wesentlich detaillierter aussehen: „Wir sind ein Unternehmen mit 40 Mitarbeitern, nutzen aktuell Excel für unser Kundenmanagement und suchen eine CRM-Lösung, die einfach einzuführen ist und mit Microsoft 365 funktioniert.“ Hier entsteht ein viel umfangreicherer Kontext.

ChatGPT Ads sollen deshalb nicht einfach ein einzelnes Keyword erkennen, sondern unter anderem die Absicht und den Kontext einer Unterhaltung berücksichtigen. 

 

Wie funktioniert das Targeting bei ChatGPT Ads?

Das Targeting von ChatGPT Ads kombiniert verschiedene Signale. Zum einen bietet der Ads Manager geografisches Targeting und die Auswahl bestimmter Plattformen wie Desktop-Web, iOS oder Android. 

Zum anderen nehmen folgende Signale Einfluss auf das Targeting bei ChatGPT:

  • Kontext und Absicht der aktuellen Unterhaltung,
  • Inhalt und Qualität von Landingpage, Anzeigentitel und Anzeigentext,
  • vom Werbetreibenden bereitgestellte Kontexthinweise,
  • allgemeine Signale wie Sprache oder groben Standort,
  • sowie, sofern Nutzerinnen und Nutzer Anzeigenpersonalisierung aktiviert haben, ausgewählte Signale aus ihrer weiteren ChatGPT-Nutzung.

Wichtig: Werbetreibende können nicht festlegen, bei welchen konkreten Prompts oder einem bestimmten Prompt-Set ihre Anzeige ausgespielt werden soll. Stattdessen erfolgt die Ausspielung kontextbasiert anhand verschiedener Relevanzsignale.

Contextual Targeting statt starrer Keyword-Listen
Ein besonders interessantes Element sind die sogenannten Kontexthinweise innerhalb einer Anzeigengruppe.
Werbetreibende können dort beschreiben, was ihr Produkt bietet, wem es hilft und in welchen Situationen es relevant ist.
Ein Anbieter einer Projektmanagement-Software könnte beispielsweise Kontexte abdecken wie: „Teams, die ihre Projekte bisher mit Excel koordinieren“ oder „Marketingabteilungen, die Aufgaben, Freigaben und Deadlines zentral verwalten möchten“.
Diese Hinweise sind allerdings keine Exact-Match-Keywords. Sie garantieren nicht, dass eine Anzeige bei einem bestimmten Satz oder Begriff erscheint. 

Custom Audiences bei ChatGPT
Zusätzlich zum kontextuellen Matching unterstützt ChatGPT Ads inzwischen auch Custom Audiences. Unternehmen können beispielsweise vorhandene Kunden- oder Interessentenlisten verwenden. Zielgruppen können für Kampagnen ein- beziehungsweise 

 

Wie werden ChatGPT Ads abgerechnet?

Es wird zwischen verschiedenen Kampagnenzielen und Abrechnungsmodellen entschieden.

Dazu gehören unter anderem:

  • CPM – Cost per Mille: Abrechnung nach 1.000 Impressionen, beispielsweise für Reichweite und Markenbekanntheit.
  • CPC – Cost per Click: Abrechnung für gültige Klicks auf die Anzeige.
  • Conversion-optimierte Kampagnen: Die Auslieferung kann auf definierte Aktionen wie Käufe, Registrierungen oder Leads optimiert werden.

Die Anzeigen nehmen als relevanzgewichtete Zweitpreisauktion beschriebenen Auswahl teil. Damit spielt nicht ausschließlich das höchste Gebot eine Rolle, sondern auch die erwartete Relevanz und Performance.

Beim Budget können Unternehmen zwischen einem Tagesbudget und einem Gesamtbudget für die Kampagne wählen. Es wird empfohlen, zunächst mit einem Tagesbudget zu starten, um Auslieferung und Performance zu beobachten und das Budget anschließend auf Basis der ersten Ergebnisse anpassen.

Wie hoch das Tagesbudget angesetzt werden sollte, hängt von den individuellen Werbezielen, der Zielgruppe und dem geplanten Kampagnenumfang ab.

 

Wie lässt sich der Erfolg von ChatGPT Ads messen?

Es werden klassische Performance-Kennzahlen bereitgestellt, darunter: Impressionen, Klicks, Ausgaben, CTR, durchschnittlicher CPC, durchschnittlicher CPM und Conversions.

Eine detaillierte Auswertung dazu, in welchen konkreten Gesprächskontexten oder bei welchen Prompts eine Anzeige ausgespielt wurde, ist derzeit nicht verfügbar. Werbetreibende erhalten somit keine Einsicht in einzelne Nutzeranfragen oder Chatverläufe.

Für die Conversion-Messung können Unternehmen unter anderem den OpenAI Pixel einsetzen. Damit lassen sich beispielsweise Käufe, Leads oder Registrierungen nach einem Anzeigenkontakt beziehungsweise Anzeigenklick messen.

Zusätzlich können klassische UTM-Parameter eingesetzt werden, um Besucher aus ChatGPT in bestehenden Webanalyse-Systemen zu erkennen.

 

Welche Vorteile haben ChatGPT Ads für Unternehmen?

Das Spannende an ChatGPT Ads ist weniger ein einzelnes Anzeigenformat als der Moment, in dem Werbung eingeblendet werden kann. Menschen nutzen ChatGPT häufig, um Informationen zu sammeln, Alternativen abzuwägen und Entscheidungen vorzubereiten. Anzeigen können dadurch potenziell in Phasen erscheinen, in denen bereits eine konkrete Problem- oder Kaufintention vorhanden ist.

Für Unternehmen ergeben sich daraus mehrere Chancen.

1. Sichtbarkeit während der Entscheidungsfindung

 ChatGPT wird nicht nur für Informationssuche genutzt. Menschen lassen sich Angebote erklären, vergleichen Lösungen oder suchen nach Produkten und Dienstleistern. Für Unternehmen eröffnet sich dadurch ein zusätzlicher Touchpoint innerhalb der Customer Journey.

2. Kontext kann wichtiger werden als das perfekte Keyword

Menschen formulieren in ChatGPT häufig ausführlicher als in Google. Dadurch können Unternehmen auch bei komplexeren Bedürfnissen relevant werden, bei denen klassische Keyword-Logik an ihre Grenzen stößt.

Das macht eine klare Positionierung besonders wichtig: Ein Unternehmen muss verständlich vermitteln können, welches Problem es für welche Zielgruppe löst.

3. SEO, GEO und Paid Advertising wachsen stärker zusammen

Besonders interessant ist ChatGPT Advertising im Zusammenspiel mit SEO und GEO (Generative Engine Optimization).

Eine klare Website-Struktur, eindeutig beschriebene Leistungen, hochwertige Landingpages und verständlich formulierte Nutzenargumente helfen nicht nur Suchmaschinen und KI-Systemen dabei, ein Unternehmen einzuordnen.

Auch das Werbesystem berücksichtigt unter anderem Landingpage, Anzeigentext und weitere Kontextsignale bei der Auswahl relevanter Anzeigen.

Damit verschwimmen die Grenzen zwischen Content, SEO, GEO und Paid Advertising zunehmend.

 

Sind ChatGPT Ads für jedes Unternehmen sinnvoll?

Nicht automatisch. ChatGPT Ads sind ein neuer Kanal und noch kein Ersatz für Google Ads, Meta Ads oder eine gute organische Sichtbarkeitsstrategie.

Besonders interessant können sie zunächst für Unternehmen sein, deren Produkte oder Dienstleistungen häufig erklärungsbedürftig, vergleichbar oder beratungsintensiv sind.

Dazu können beispielsweise B2B-Dienstleistungen, Software, E-Commerce-Produkte, Weiterbildungsangebote oder komplexere Services gehören.

Entscheidend ist allerdings nicht die Branche allein. Unternehmen sollten testen, ob innerhalb von ChatGPT ausreichend relevante Nutzungssituationen entstehen und ob daraus wirtschaftlich interessante Conversions resultieren.

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Fazit: ChatGPT Ads verändern die Customer Journey

Mit ChatGPT Ads entsteht ein neuer Werbekanal, der sich deutlich von klassischer Suchmaschinenwerbung unterscheidet. Entscheidend ist nicht nur, dass Anzeigen innerhalb von ChatGPT erscheinen, sondern dass ihre Ausspielung stärker am Kontext einer Unterhaltung und der dahinterliegenden Intention ausgerichtet ist.

Für Unternehmen bedeutet das: Zielgruppen sollten künftig weniger ausschließlich über Keywords und stärker über Bedürfnisse, Probleme und konkrete Nutzungssituationen gedacht werden.

Gleichzeitig verändert sich die digitale Suche insgesamt. Nutzer wechseln zunehmend zwischen klassischen Suchmaschinen, Social Media und generativen KI-Systemen. Um in dieser neuen Customer Journey sichtbar zu bleiben, sollten Unternehmen Paid Advertising, SEO und GEO daher nicht isoliert betrachten.

ChatGPT Ads schaffen einen zusätzlichen Paid-Media-Touchpoint, während SEO und GEO dabei unterstützen, auch organisch in Suchmaschinen und KI-basierten Antworten sichtbar zu werden.

Die zentrale Frage lautet deshalb zunehmend: Ist meine Marke dort präsent, wo potenzielle Kunden ihr Problem formulieren und ihre Entscheidung vorbereiten?

 

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Häufige Fragen zu ChatGPT Ads

ChatGPT Ads können besonders für Unternehmen interessant sein, deren Produkte oder Dienstleistungen erklärungsbedürftig sind oder bei denen Nutzer aktiv nach Lösungen, Empfehlungen oder Vergleichen suchen. Dazu zählen beispielsweise B2B-Dienstleistungen, Software, E-Commerce, Weiterbildung oder komplexere Services.

Ob sich der Kanal im konkreten Fall lohnt, hängt jedoch von Zielgruppe, Angebot, Budget und Kampagnenziel ab.

Anzeigen können unterhalb einer ChatGPT-Antwort erscheinen. Sie werden klar als gesponserte Inhalte gekennzeichnet und sind von der eigentlichen Antwort getrennt.

Dadurch können Unternehmen Nutzer in einem Moment erreichen, in dem diese sich bereits mit einem konkreten Thema, Problem oder einer Kaufentscheidung beschäftigen.

Nicht direkt. Es lässt sich kein konkretes Prompt-Set definieren, bei dem eine Anzeige zwingend ausgespielt werden soll.

Stattdessen bewertet das System verschiedene Relevanzsignale, darunter den Kontext und die Intention einer Unterhaltung, die Inhalte der Anzeige und Landingpage sowie vom Werbetreibenden hinterlegte Kontexthinweise. Ziel ist es, Anzeigen möglichst passend zur jeweiligen Nutzungssituation auszuspielen.

ChatGPT Ads berücksichtigt unter anderem Kontext und Intention der Unterhaltung, die Inhalte einer Anzeige und Landingpage sowie von Unternehmen hinterlegte Kontexthinweise. Bei aktivierter Anzeigenpersonalisierung können weitere Signale aus der Nutzung von ChatGPT berücksichtigt werden. Darüber hinaus ist ein geografisches Targeting möglich.

Für die Kampagnenauswertung stehen klassische Performance-Kennzahlen wie Impressionen, Klicks, CTR, CPC, CPM und Conversions zur Verfügung.

Über den OpenAI Pixel und UTM-Parameter können zusätzlich Aktionen auf der eigenen Website gemessen und in bestehende Webanalyse-Systeme integriert werden. So lässt sich nachvollziehen, welchen Beitrag ChatGPT Ads zu Leads, Registrierungen oder Käufen leisten.

Die passende Budgethöhe richtet sich nach den jeweiligen Werbezielen, der Zielgruppe und dem geplanten Kampagnenumfang. Für den Einstieg empfiehlt es sich, mit einem ausreichenden Testbudget zu arbeiten. Als Orientierung sollten mindestens 15 bis 20 Euro pro Tag eingeplant werden, damit genügend Daten zu Auslieferung, Klickpreisen und Conversion-Performance gesammelt werden können.

Auf Basis dieser ersten Ergebnisse lässt sich das Budget anschließend gezielt optimieren und bei positiver Performance schrittweise skalieren.

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