Google März/April 2026: Drei Updates auf einmal – was Websitebetreiber jetzt wissen müssen
Artikelstand 8. April 2026
Google März/April 2026: Drei Updates, eine Botschaft – Qualität gewinnt
Discover Core Update: Googles Feed-Algorithmus wird neu kalibriert
Den Anfang machte das Discover Core Update, das bereits Ende Februar startete und am 27. Februar abgeschlossen wurde. Es betraf ausschließlich die Google Discover-Feeds – klassische Suchrankings blieben davon unberührt. Für viele Publisher mit starkem Discover-Traffic waren jedoch spürbare Reichweitenveränderungen zu beobachten.
Spam Update: Das schnellste in Googles Geschichte
Nur wenige Tage später folgte am 24. und 25. März das Spam Update – und es schlug schnell zu: Das Update war in unter 20 Stunden abgeschlossen und gilt damit als das kürzeste bestätigte Spam-Update in der Geschichte des Google Search Status Dashboards. Ziel war die konsequente Entwertung minderwertiger, manipulativer Inhalte. Die enge zeitliche Abfolge mit dem nachfolgenden Core Update deutet auf eine bewusste Zweistufenstrategie hin: erst Spam-Signale entfernen, dann die verbleibenden Inhalte neu bewerten.
March 2026 Core Update: Das größte der drei – und noch nicht abgeschlossen
Das bedeutendste der drei Updates ist der March 2026 Core Update, der am 27. März startete und einen Rollout von bis zu zwei Wochen in Anspruch nimmt – die vollständige Stabilisierung wird für Mitte April 2026 erwartet. Es handelt sich um ein globales Broad Core Update, das alle Sprachen, Branchen und Website-Typen betrifft. Google selbst hat das Update knapp als „reguläres Update zur besseren Auffindbarkeit relevanter, hilfreicher Inhalte" beschrieben – ohne weitere Details zu spezifischen Rankingfaktoren.
E-E-A-T und KI-Content: Wer gewinnt, wer verliert
Aus der Branchenanalyse zeichnen sich dennoch klare Schwerpunkte ab: Das Update stärkt weiterhin das E-E-A-T-Prinzip (Experience, Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness). Seiten mit nachweisbarer Fachkompetenz, echten Autoren und vertrauenswürdigen Quellen schnitten stabiler ab. Auch KI-generierte Inhalte wurden differenziert bewertet: Wer KI als Werkzeug mit menschlicher Redaktion und echtem Mehrwert einsetzt, hat wenig zu befürchten. Massenweise produzierter, unkontrollierter KI-Content hingegen verliert weiter an Boden.
Jetzt richtig reagieren: Abwarten, analysieren, optimieren
Was sollten Betreiber jetzt tun? Zunächst: abwarten. Google empfiehlt ausdrücklich, mindestens eine Woche nach Abschluss des Rollouts zu warten, bevor Rankings analysiert oder größere Änderungen vorgenommen werden – also frühestens Ende April. Wer Rückgänge beobachtet, sollte prüfen, ob diese ab dem 24./25. März (Spam Update) oder ab dem 27. März (Core Update) eingesetzt haben, da die Ursachen unterschiedlich sind. Grundsätzlich gilt: Wer jetzt in inhaltliche Qualität, klare Expertenpositionierung und technische Performance investiert, ist für den nächsten Update-Zyklus – erfahrungsgemäß in drei bis vier Monaten – gut aufgestellt.
Artikelstand Ende September 2025
Google Update September 2025 – Ranking-Absturz oder Messfehler?
Die Antwort: nicht ganz.
Was wie ein massiver Ranking-Verlust aussah, war in Wahrheit das Ergebnis dreier paralleler Entwicklungen, die aktuell die gesamte SEO-Landschaft verändern:
- Ein Reporting-Fehler in der Google Search Console,
- Die zunehmende Dominanz von KI-Antworten (AI Overviews),
- Und die anhaltende Wirkung der Core Updates von 2024/2025.
creationell erklärt, was wirklich passiert ist – und wie Sie jetzt richtig reagieren.
Kein echter Ranking-Absturz: Das Search-Console-Phantom
Rund um den 10. September 2025 beobachteten SEOs weltweit ein identisches Muster:
Einbruch der Impressionen – besonders auf Desktop – bei stabilen oder sogar verbesserten Positionen.
Die Ursache: Google deaktivierte den Parameter „&num=100“, der bisher dazu diente, pro Suchanfrage 100 Ergebnisse auf einer Seite auszugeben. Viele SEO-Tools nutzten diese Einstellung zum Datensammeln. Mit der Änderung verschwanden schlagartig Millionen automatisierter „Impressionen“, die gar nicht von echten Nutzer:innen stammten.
Folge:
- Geringere Gesamtimpressionen in GSC
- „Verbesserte“ Durchschnittsposition durch Wegfall der niedrigrangigen Platzierungen
- Keine Veränderung im realen Traffic
Kurz gesagt: Wer nur die GSC-Zahlen sah, glaubte an eine Katastrophe – tatsächlich war es ein Statistikproblem.
Tipp: Prüfen Sie Ihre Daten immer über mehrere Quellen – etwa Google Analytics (GA4) oder Server-Logs. Wenn Ihr tatsächlicher Traffic stabil blieb, handelt es sich nicht um einen echten Ranking-Verlust.
Der wahre Traffic-Schwund: „The Great Decoupling“
Während die Reporting-Anomalie kurzfristig für Panik sorgte, gibt es einen tiefgreifenderen Wandel, der langfristig Klicks kostet:
die AI Overviews von Google.
Diese neuen KI-Antworten liefern Nutzer:innen direkt im Suchergebnis fertige Zusammenfassungen – oft auf Basis Ihrer Inhalte. Damit entsteht ein Phänomen, das Fachleute „The Great Decoupling“ nennen:
Impressionen steigen, Klicks sinken.
Beispiel:
Eine Nutzerin sucht nach „Wie schneide ich Rosen im Herbst?“
Google zeigt eine vollständige KI-Antwort – und nennt eventuell Ihre Website als Quelle. Doch der Klick bleibt aus, weil die Antwort schon gegeben ist.
Fazit:
Ihre Inhalte bleiben sichtbar – aber nicht mehr klickrelevant. Für alle, die auf Website-Traffic angewiesen sind, ist das ein Paradigmenwechsel.
Die anhaltende Wirkung der Core Updates 2024
Selbst wer von der GSC-Störung nicht betroffen war, spürt noch immer die Folgen der Core Updates aus 2024 und 2025.
Diese Updates veränderten das Fundament der Suchalgorithmen: Weg von keywordgetriebenem Content, hin zu echtem Mehrwert und E-E-A-T – Experience, Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness.
Das bedeutet konkret:
- Inhalte ohne echten Nutzwert verlieren Sichtbarkeit.
- Autorität, Glaubwürdigkeit und persönliche Erfahrung werden wichtiger denn je.
- KI-generierte oder oberflächliche Inhalte werden schrittweise abgewertet.
Wer in 2025 sichtbar bleiben will, braucht Inhalte mit Persönlichkeit, Tiefe und echter Expertise.
So erkennen Sie einen echten Ranking-Verlust
Ein tatsächlicher Google-Derank zeigt sich durch nachhaltige Rückgänge in GA4 – nicht nur in GSC.
Ein schneller Diagnose-Check hilft:
- Technik prüfen: robots.txt, Indexierung, Core Web Vitals
- Content analysieren: Veraltete Inhalte aktualisieren oder löschen
- Backlinks prüfen: Wichtige Links verloren? Spam-Links erhalten?
- Konkurrenz beobachten: Wer steht jetzt vorn – und warum?
Ihre Roadmap für 2025: Von SEO zu Brand-Visibility
Die Suchwelt verändert sich rasant. Sichtbarkeit entsteht heute nicht nur durch klassische Rankings, sondern durch Markenrelevanz und Kontextkompetenz.
Ihre Schritte:
- Berichte verstehen: GSC-Daten immer mit Analytics abgleichen
- E-E-A-T stärken: echte Autor:innen, Erfahrungsberichte, Quellen
- CTR optimieren: Titel und Meta-Beschreibungen als „SERP-Werbung“
- Für AI Overviews optimieren: klare Struktur, FAQ-Schemas, vertrauenswürdige Quellen
- Mehrkanalig denken: Newsletter, Social Media und Communities aufbauen
Ziel: Weniger Abhängigkeit von Google – mehr direkte Markenbindung.
Fazit: Kein Grund zur Panik – aber Zeit zum Umdenken
Der Ranking-Schock im September 2025 war für viele ein Weckruf.
Nicht Google hat alle Webseiten „abgestraft“ – sondern die Suchlandschaft verändert sich grundlegend.
Die Zukunft gehört jenen, die SEO, Content und Markenaufbau ganzheitlich denken.
Wer jetzt seine Strategie anpasst, kann aus dem vermeintlichen Einbruch sogar gestärkt hervorgehen.
Häufige Fragen (FAQ) zu Google Update im September 2025
Das vermeintliche „Google-Derank“ war kein echter Ranking-Absturz, sondern das Ergebnis eines Reporting-Fehlers in der Google Search Console. Durch die Deaktivierung des Parameters „&num=100“ verschwanden Millionen automatisierter Impressionen, wodurch die Zahlen in der GSC verfälscht wurden.
Der Rückgang der Impressionen im September 2025 lag an einem technischen Messfehler, nicht an einer echten Ranking-Verschlechterung. Die Datenbasis hat sich geändert, während Positionen und realer Traffic meist stabil geblieben sind.
„The Great Decoupling“ beschreibt, dass KI-Antworten (AI Overviews) zunehmend Informationen direkt in den Suchergebnissen liefern. Nutzer:innen erhalten Antworten ohne Klick auf die Website – Impressionen bleiben, Klicks gehen zurück.
Die Core Updates wirken weiterhin stark: E-E-A-T (Experience, Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness) bestimmt, welche Inhalte sichtbar bleiben. Nur echter Mehrwert, Fachwissen und Vertrauenswürdigkeit führen zu nachhaltiger Sichtbarkeit.
Ein echter Ranking-Verlust zeigt sich nicht nur in der GSC, sondern auch in GA4 oder den Server-Logs. Prüfe Technik (Indexierung, Core Web Vitals), Content (Aktualität, Qualität) und Backlinks. Nur bei dauerhaftem Traffic-Rückgang liegt ein reales Problem vor.
SEO entwickelt sich hin zu Brand Visibility: Wichtig sind strukturierte Inhalte, E-E-A-T-Stärkung, optimierte FAQ-Schemas, eine hohe Klickrate (CTR) und KI-kompatible Content-Strukturen. Ziel ist es, unabhängig von Google-Traffic eine starke Marke aufzubauen.