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TKP im Vergleich: Social Media, Display, Google Ads, Print und E-Mail 2026

Created by Kathrin Lampe | |   Online Marketing | Onlinemarketing Display- & Mobile Marketing Online Recruiting Onlinebanner Newsletter-Marketing

Der Tausenderkontaktpreis (TKP) ist eine der zentralen Kennzahlen im Marketing. Er beschreibt, wie viel eine Kampagne kostet, um 1.000 Menschen zu erreichen – und macht damit grundlegend verschiedene Werbekanäle vergleichbar: von Social Media Ads über Google Ads und Display-Kampagnen bis hin zu klassischer Print- und TV-Werbung. Wer sein Mediabudget effizient einsetzen will, kommt am TKP nicht vorbei. Dieser Artikel gibt einen aktuellen Überblick über typische TKP-Werte je Kanal (Stand: Mai 2026), erklärt Vor- und Nachteile, zeigt die Entwicklung der letzten 20 Jahre und hilft bei der Entscheidung, welcher Kanal für welches Ziel sinnvoll ist.

Zuletzt aktualisiert: Mai 2026  

Was ist der Tausenderkontaktpreis (TKP)?

Der Tausenderkontaktpreis – kurz TKP, im Englischen auch CPM (Cost per Mille) genannt – ist eine der ältesten und universellsten Kennzahlen im Marketing. Er gibt an, wie viel eine Werbekampagne kostet, um 1.000 Menschen mit einer Werbebotschaft zu erreichen. Dabei spielt es keine Rolle, ob jemand auf die Anzeige klickt oder eine bestimmte Aktion ausführt – der TKP misst allein die Reichweite.

Ursprünglich aus der klassischen Mediaplanung stammend (TV, Print, Radio), ist der TKP heute die Standardkennzahl für den Vergleich aller Werbekanäle – von Facebook Ads über Google Display bis hin zu LinkedIn und E-Mail-Marketing. Er macht grundlegend verschiedene Medien vergleichbar und ist damit unverzichtbar für jede fundierte Budgetentscheidung.

TKP-Formel und Berechnung

TKP = (Werbekosten / Reichweite) x 1.000  Beispiel: Eine Kampagne kostet 5.000 Euro und erreicht 200.000 Menschen. TKP = (5.000 / 200.000) x 1.000 = 25 Euro. Das bedeutet: Für je 1.000 Sichtkontakte zahlen Sie 25 Euro. Ein niedriger TKP bedeutet mehr Reichweite pro Euro – aber nicht automatisch mehr Wirkung. Zielgenauigkeit, Kontext und Kreativität entscheiden über den eigentlichen Erfolg.

 

 

TKP-Übersicht 2026: Alle wichtigen Kanäle im Vergleich

Die folgende Tabelle zeigt aktuelle Richtwerte für den TKP der wichtigsten Werbekanäle – ergänzt um Vor- und Nachteile sowie die typische Zielgruppe je Kanal:

 

KanalTKP (Richtwert)VorteileNachteileIdeal für
Facebook / Instagram5 – 15 €Praezise Zielgruppenansprache, interaktive FormateAbhaengig von Kreativitaet, hohe WettbewerbsdichteB2C, Lifestyle, Handel
TikTok Ads5 – 12 €Hohe organische Reichweite, virales Potenzial, juengere ZielgruppenKurzlebige Aufmerksamkeit, starker Creative-FokusB2C, Unterhaltung, Gen Z
LinkedIn Ads25 – 45 €Praezises B2B-Targeting, Entscheider erreichbarHoher TKP, teuerste Social-PlattformB2B, Recruiting, Fachpublikum
YouTube Ads6 – 12 €Hohe Aufmerksamkeit, Video-Content, Google-TargetingAbhaengig von Skip-Rate und KreativitaetBranding, Erklärungen, B2C
Display-Kampagnen1 – 10 €Grosse Reichweite, oft guenstiger als Social MediaWeniger zielgenau, Banner-BlindheitBranding, Retargeting
Google Suchnetzwerk10 – 30 €Hohe Conversion-Rate, praezise AusrichtungKostenintensiv bei starkem WettbewerbPerformance, direkter Kaufintent
E-Mail-Marketing1 – 5 €Kosteneffizient, personalisierbar, hohe RelevanzAbhaengig von ListenqualitaetKundenbindung, Reaktivierung
Print / Radio / TV10 – 100 €Hohe Glaubwuerdigkeit, breites PublikumWeniger messbar, hohe StreuverlusteBranding, Image, Massenmarkt

Alle TKP-Werte sind Richtwerte und variieren je nach Zielgruppe, Branche, Anzeigenformat und Wettbewerbssituation. Stand: Mai 2026.
 

 

TKP im Social Media Bereich: Facebook, Instagram, TikTok und LinkedIn

Facebook und Instagram: Bewährt, präzise, wettbewerbsintensiv

Facebook und Instagram bieten über das Meta-Werbesystem eine der präzisesten Zielgruppenansprachen im digitalen Marketing. Der TKP liegt typischerweise zwischen 5 und 15 Euro – abhängig von Zielgruppe, Format und Wettbewerb. Stories und Reels sind in der Regel günstiger als Feed-Placements, erreichen aber unterschiedliche Nutzermomente.

Praxisbeispiel: Eine Modekampagne auf Instagram mit breiter Zielgruppe erreicht einen TKP von rund 7 Euro. Eine enger gefasste Retargeting-Kampagne an Warenkorbabbrecher kann auf 12–15 Euro steigen – ist aber deutlich konversionsstärker.
 

TikTok Ads: Wachstum, Viralität und günstiger TKP

TikTok hat sich 2025/2026 als ernstzunehmender Werbekanal etabliert. Mit über 20 Millionen Nutzern in Deutschland und einem TKP von 5 bis 12 Euro bietet die Plattform ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis – besonders für Zielgruppen unter 40 Jahren. Der entscheidende Unterschied zu anderen Plattformen: TikToks Algorithmus begünstigt organische Reichweite auch bei Werbeanzeigen, wenn der Content nativ und authentisch wirkt.

Wichtig: TikTok-Werbung funktioniert nur mit plattformgerechtem Creative. Klassische Werbevideos performen schlecht – kurze, authentische Clips im TikTok-Stil sind Pflicht. Wer das berücksichtigt, erzielt einen der günstigsten TKPs im digitalen Bereich.
 

LinkedIn Ads: Teuer, aber zielgenau für B2B

LinkedIn ist mit einem TKP von 25 bis 45 Euro deutlich teurer als alle anderen Social-Media-Plattformen. Der Grund liegt in der Qualität der Zielgruppe: Entscheider, Fach- und Führungskräfte, klar abgegrenzt nach Branche, Unternehmensgröße, Jobtitel und Seniorität. Für B2B-Kampagnen, Recruiting und hochpreisige Dienstleistungen ist LinkedIn trotz des hohen TKP häufig der effizienteste Kanal.

Faustregel: LinkedIn lohnt sich, wenn der durchschnittliche Kundenwert hoch genug ist, um den höheren TKP zu rechtfertigen. Bei einem Produkt oder einer Dienstleistung mit einem Auftragswert ab 5.000 Euro ist LinkedIn in der Regel profitabel.
 

 

TKP im Google Suchnetzwerk: Performance mit hohem Konversionspotenzial

Das Google Suchnetzwerk basiert primär auf CPC (Kosten pro Klick), lässt sich aber nachträglich als TKP berechnen. Bei einer typischen CTR von 5 Prozent und einem CPC von 2 Euro ergibt sich ein TKP von 40 Euro – auf den ersten Blick teuer. Der entscheidende Vorteil: Anzeigen erscheinen genau in dem Moment, in dem ein Nutzer aktiv nach einem Produkt oder einer Dienstleistung sucht. Die Conversion-Wahrscheinlichkeit ist dadurch deutlich höher als bei Awareness-Kanälen.

Der effektive TKP liegt je nach Branche zwischen 10 und 30 Euro. In stark umkämpften Bereichen wie Finanzen, Versicherungen oder Immobilien kann er erheblich höher liegen. Google Ads eignen sich besonders für Unternehmen mit klarem Kaufintent auf Seiten der Zielgruppe – weniger für reines Branding.
 

 

TKP bei Display-Kampagnen: Grosse Reichweite, günstiger Einstieg

Display-Werbung – also Banner- und Videoanzeigen auf Websites außerhalb sozialer Netzwerke, häufig über das Google Display Network – hat mit 1 bis 10 Euro einen der günstigsten TKPs im digitalen Marketing. Die große Reichweite macht Display-Kampagnen ideal für Branding-Maßnahmen und Retargeting. Der Nachteil: Die Zielgenauigkeit ist geringer als bei Social Media, und Banner-Blindheit ist ein reales Problem.

Empfehlung: Display-Kampagnen entfalten ihren stärksten Wert im Zusammenspiel mit anderen Kanälen – etwa als Retargeting-Instrument nach einem ersten Kontakt über SEA oder Social Media.
 

 

TKP bei E-Mail-Marketing: Guenstigster Kanal mit hoher Relevanz

E-Mail-Marketing erzielt mit 1 bis 5 Euro den niedrigsten TKP aller Werbekanäle – und das bei gleichzeitig hoher Personalisierbarkeit und direktem Zugang ohne Algorithmus-Abhängigkeit. Voraussetzung ist eine gepflegte, DSGVO-konforme Empfängerliste mit echter Einwilligung.

Praxisbeispiel: Ein Newsletter an 10.000 Empfänger mit einem Budget von 500 Euro ergibt einen TKP von 50 Euro bezogen auf alle Empfänger. Bei einer Öffnungsrate von 25 Prozent (2.500 tatsächliche Leser) sinkt der effektive TKP auf 20 Euro pro 1.000 tatsächlich erreichte Personen – deutlich günstiger als die meisten anderen Kanäle.
 

 

TKP bei klassischen Medien: Print, Radio und TV

Klassische Werbekanäle haben mit 10 bis 100 Euro (und mehr) die höchsten TKP-Werte – verbunden mit eingeschränkter Messbarkeit und höheren Streuverlusten. Ihre Stärke liegt in der Markenwirkung, Glaubwürdigkeit und Reichweite bei Zielgruppen, die digital weniger aktiv sind. Besonders für lokale Bekanntheit und regionale Kampagnen sind Print und Radio nach wie vor relevant.
 

 

Bewertungsübersicht: Alle Kanäle auf einen Blick

 

KanalTKP-EffizienzZielgenauigkeitReichweiteMessbarkeitBranding-Wirkung
Facebook / Instagram★★★★☆★★★★★★★★★☆★★★★☆★★★★☆
TikTok Ads★★★★★★★★☆☆★★★★★★★★☆☆★★★☆☆
LinkedIn Ads★★☆☆☆★★★★★★★★☆☆★★★★☆★★★☆☆
YouTube Ads★★★★☆★★★★☆★★★★☆★★★★☆★★★★★
Display-Werbung★★★★★★★☆☆☆★★★★★★★★☆☆★★☆☆☆
Google Suchnetzwerk★★★☆☆★★★★★★★★☆☆★★★★★★★☆☆☆
E-Mail-Marketing★★★★★★★★★☆★★☆☆☆★★★★☆★★★☆☆
Print / Radio / TV★☆☆☆☆★★☆☆☆★★★★☆★☆☆☆☆★★★★★

 

 

Entwicklung des TKP: 20 Jahre Mediawandel

Klassische Medien: Stabil, aber unter Druck

In klassischen Medien war der TKP über lange Zeit relativ stabil – teilweise sogar leicht steigend. TV liegt traditionell bei 20 bis 50 Euro je nach Sender und Zeitschiene, Printtitel können 30 bis über 100 Euro erreichen. Seit Jahren sinken jedoch die Reichweiten dieser Medien. Die Folge: Bei gleichbleibenden Schaltkosten steigt der TKP rechnerisch an, während die tatsächliche Wirkung abnimmt. Klassische Medien punkten heute vor allem noch bei Image-Kampagnen und in Kombination mit digitalen Kanälen (Crossmedia).
 

Onlinemedien: Vom Schnäppchen zur differenzierten Preisstruktur

In den frühen 2000er-Jahren galten Onlinemedien als TKP-Wunder: Bannerwerbung lag unter 5 Euro, teilweise sogar unter 1 Euro. Mit der Professionalisierung des Online-Marketings, dem Aufstieg von Targeting und datengetriebenem Einkauf änderte sich das Bild: Heute zahlen Werbetreibende für gezielte Werbung deutlich mehr. Der entscheidende Vorteil bleibt: Reichweiten lassen sich exakt messen, Zielgruppen präzise ansprechen und Budgets laufend optimieren.

TikTok ist das jüngste Beispiel für diesen Zyklus: Beim Start der Werbeplattform waren TKP-Werte unter 3 Euro möglich. Mit wachsendem Werbeinventar und steigendem Wettbewerb stabilisieren sich die Preise nun bei 5 bis 12 Euro – trotzdem noch deutlich unter Instagram und weit unter LinkedIn.
 

 

Welcher Kanal passt zu welchem Ziel?

  • Markenbekanntheit aufbauen: Display-Werbung, YouTube, Facebook/Instagram – breite Reichweite zu günstigem TKP
  • B2B-Entscheider erreichen: LinkedIn Ads – teuer, aber zielgenau und konversionsstark bei hohem Kundenwert
  • Junge Zielgruppen ansprechen: TikTok Ads – niedriger TKP, hohe organische Verstärkung, starker Creative-Fokus
  • Direkten Kaufintent abschöpfen: Google Suchnetzwerk – hoher TKP, aber höchste Konversionswahrscheinlichkeit
  • Bestandskunden binden: E-Mail-Marketing – günstigster TKP, höchste Personalisierung, kein Algorithmus
  • Crossmedia und Branding: Print + Digital kombinieren – Glaubwürdigkeit und Reichweite ergänzen sich
     

 

TKP-Optimierung: Was Werbetreibende beachten sollten

Ein niedriger TKP ist kein Selbstzweck. Entscheidend ist, ob die erreichten Personen zur Zielgruppe gehören und ob die Anzeige eine Reaktion auslöst. Drei Faktoren bestimmen die tatsächliche Effizienz einer Kampagne:

  • Zielgruppenqualität: 1.000 erreichte Entscheider sind mehr wert als 10.000 Zufallskontakte – auch wenn der TKP fünfmal so hoch ist.
  • Creative-Qualität: Schlechte Werbemittel erhöhen den effektiven TKP, weil sie kaum Reaktionen auslösen. Gute Creatives senken den Cost per Action messbar.
  • Kanalsynergien: Die stärksten Ergebnisse entstehen durch den gezielten Mix verschiedener Kanäle – Awareness über Display und Social, Conversion über SEA und E-Mail.

TKP-Strategie entwickeln – creationell unterstützt Sie

creationell plant und steuert Mediabudgets kanalübergreifend – von Social Media Ads über Google Ads bis zu klassischen Kampagnen. Wir entwickeln den richtigen Kanalmix für Ihre Ziele, Ihre Zielgruppe und Ihr Budget. Sprechen Sie uns an.

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creationell GmbH & Co. KG   |  Provinostrasse 52  |   86153 Augsburg  |  Tel. 0821 50241-20

 

Erstellt: Mai 2026 

Vergleich des TKP im Online Marketing und herkömmlichen Anzeigenkampagnen

Der Tausenderkontaktpreis (TKP) zeigt an, wie viel ein Unternehmen zahlen muss, um 1.000 Personen mit einer Werbeanzeige zu erreichen. Der TKP dient als wichtiger Vergleichswert für verschiedene Werbekanäle wie Social Media, Google Ads, Display-Werbung, Print oder E-Mail-Marketing.

Im Social Media Marketing liegt der TKP in der Regel zwischen 5 und 15 Euro. Plattformen wie Instagram oder Facebook sind meist günstiger, während LinkedIn aufgrund seiner B2B-Ausrichtung einen deutlich höheren TKP haben kann. Entscheidend sind Zielgruppe, Anzeigenformat und Wettbewerb.

Der TKP im Google Suchnetzwerk bewegt sich häufig zwischen 10 und 30 Euro, weil Anzeigen genau dann erscheinen, wenn Nutzer aktiv nach Produkten oder Dienstleistungen suchen. Die Conversion-Wahrscheinlichkeit ist hoch, aber auch der Wettbewerb – besonders in Branchen wie Finanzen, Versicherung oder Bau.

Display-Werbung hat meist einen deutlich günstigeren TKP zwischen 1 und 10 Euro, da die Reichweite sehr groß ist. Allerdings ist die Zielgenauigkeit geringer, was zu Streuverlusten führen kann. Social Media Anzeigen sind teurer, erreichen die Zielgruppe aber präziser.

E-Mail-Marketing erreicht einen TKP zwischen 1 und 5 Euro und ist damit einer der günstigsten Kanäle. Durch personalisierte Inhalte und bestehende Empfängerlisten lassen sich hohe Öffnungs- und Klickraten erzielen – vorausgesetzt, die Liste ist gepflegt und DSGVO-konform.

Während klassische Medien wie Print und TV durch sinkende Reichweiten tendenziell steigende TKP-Werte verzeichnen (teilweise 30–100+ Euro), ist der TKP im Onlinebereich differenzierter geworden: Früher extrem günstig, heute aufgrund von Targeting, Datenqualität und Werbedruck deutlich höher – aber weiterhin sehr effizient und präzise messbar.

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