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Was ist die Customer Journey und wie dient sie als Leitlinie im klassischen und Online-Marketing?

Created by Kathrin Lampe | |   Markenstrategie

Die Customer Journey beschreibt den Weg, den ein potenzieller Kunde von der ersten Wahrnehmung eines Produkts oder einer Marke bis hin zur Kaufentscheidung und darüber hinaus durchläuft. Dabei spielt es eine wesentliche Rolle, wie ein Unternehmen an den verschiedenen Berührungspunkten (Touchpoints) mit dem Kunden interagiert. In modernen Marketingstrategien, sowohl im klassischen als auch im Online-Marketing, ist die Customer Journey eine zentrale Leitlinie, um den Kunden auf seiner Reise bestmöglich zu unterstützen und zu begleiten.

Die Phasen der Customer Journey

Die Customer Journey wird oft in verschiedene Phasen unterteilt, die je nach Modell leicht variieren können. Ein häufig verwendetes Modell umfasst folgende Phasen:

  1. Awareness (Bewusstsein)
    Der Kunde wird auf eine Marke oder ein Produkt aufmerksam. Dies kann durch klassische Werbung, Social Media, Empfehlungen oder durch organische Suchergebnisse geschehen. Ziel ist es, das Interesse des Kunden zu wecken.
     
  2. Consideration (Überlegung)
    In dieser Phase wägt der Kunde seine Optionen ab. Er sucht nach mehr Informationen, vergleicht Angebote und beginnt, eine Präferenz zu entwickeln. Hier spielen die Inhalte, die dem Kunden über die Website, Produktbewertungen, oder Retargeting-Anzeigen gezeigt werden, eine entscheidende Rolle.
     
  3. Purchase (Kauf)
    Der Kunde entscheidet sich für den Kauf. In dieser Phase kommen besonders benutzerfreundliche Online-Shops, einfache Zahlungsabwicklungen oder Rabatte zum Tragen. Auch Kundenbewertungen oder Social Proof auf der Website beeinflussen die Entscheidung positiv.
     
  4. Retention (Bindung)
    Nach dem Kauf soll der Kunde an das Unternehmen gebunden werden. Hier sind Maßnahmen wie personalisierte Follow-up-E-Mails, exklusive Angebote oder ein Treueprogramm wichtig. Im klassischen Bereich sind dies häufig Kundenmagazine oder Mailings.
     
  5. Advocacy (Empfehlung)
    Ein zufriedener Kunde wird zum Markenbotschafter, empfiehlt die Marke oder das Produkt weiter und stärkt so das Vertrauen neuer potenzieller Kunden. Diese Empfehlungen erfolgen sowohl persönlich als auch über Online-Plattformen wie Google- oder Social-Media-Bewertungen.
     

Die Customer Journey im klassischen Marketing

Im klassischen Marketing ist es von großer Bedeutung, die Customer Journey zu verstehen und gezielt über Offline-Kanäle wie TV-Werbung, Printanzeigen oder Plakatwerbung die Aufmerksamkeit potenzieller Kunden zu gewinnen. Die Berührungspunkte sind hier oft physisch und erfordern eine durchgängige Markenpräsenz. Unternehmen sollten sich bewusst sein, dass diese Kanäle meist in der Awareness-Phase greifen und später im Verkaufsprozess durch andere Maßnahmen ergänzt werden müssen.

  • Beispiele klassischer Touchpoints:
    • Plakatwerbung im Stadtbild, die Aufmerksamkeit schafft
    • TV-Spots, die emotionale Bindung zu einem Produkt erzeugen
    • Kataloge oder Flyer, die in der Consideration-Phase detailliertere Informationen liefern
       

Die Customer Journey im Online-Marketing

Im Online-Marketing sind die Möglichkeiten, die Customer Journey zu begleiten, vielfältiger und stärker datengetrieben. Durch den Einsatz von Tracking-Tools und zielgerichteten Maßnahmen wie Suchmaschinenwerbung (SEA) oder Content-Marketing kann der Kunde an jedem Touchpoint personalisiert angesprochen werden. Die Customer Journey im Online-Marketing ist oft direkter und bietet Unternehmen die Möglichkeit, in Echtzeit auf das Verhalten der Kunden zu reagieren.

  • Beispiele für Online-Touchpoints:
    • SEO und SEA sorgen dafür, dass Kunden bei Google auf das Unternehmen aufmerksam werden.
    • Retargeting-Kampagnen erinnern Kunden an Produkte, die sie sich bereits angeschaut haben.
    • Social-Media-Anzeigen greifen in der Consideration- und Purchase-Phase ein, um die Kaufentscheidung zu unterstützen.
       

Die Rolle der Website in der Customer Journey

Eine gut strukturierte Website ist ein zentraler Bestandteil der Customer Journey, da sie alle Phasen des Kundenprozesses unterstützt. Sie ist oft der erste und wichtigste Berührungspunkt in der Online-Welt und dient als Informationsquelle, Verkaufsplattform und Kundenservice-Hub. Die Website muss so aufgebaut sein, dass sie den Nutzer leicht durch die verschiedenen Phasen der Customer Journey führt.

  1. Awareness
    Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Content-Marketing helfen, dass Kunden die Website überhaupt finden. Die Inhalte sollten relevant und informativ sein, um das Interesse zu wecken.
     
  2. Consideration
    Produktseiten mit ausführlichen Informationen, Testberichten und Kundenbewertungen bieten den Kunden alles, was sie benötigen, um eine fundierte Entscheidung zu treffen.
     
  3. Purchase
    Ein einfaches und benutzerfreundliches Check-out-System und eine klare Call-to-Action fördern den Kaufabschluss. Faktoren wie Vertrauen (Sicherheitszertifikate) und Benutzererfahrung sind entscheidend.
     
  4. Retention
    Regelmäßige Updates über neue Produkte, Newsletter oder Treueprogramme halten den Kunden nach dem Kauf auf der Website.
     
  5. Advocacy
    Das einfache Teilen von Inhalten oder Produkten auf Social Media oder Bewertungsportalen ermöglicht es dem Kunden, als Markenbotschafter zu agieren.
     

Fazit: Die Customer Journey als zentrale Leitlinie

Die Customer Journey ist ein unverzichtbares Konzept, um Marketing-Maßnahmen im klassischen sowie im Online-Bereich optimal zu planen. Durch die gezielte Begleitung der Kunden entlang ihrer Reise – sowohl in der Offline- als auch in der Online-Welt – lassen sich Beziehungen aufbauen und festigen, die langfristig zum Erfolg eines Unternehmens beitragen. Die Website spielt dabei als digitale Anlaufstelle eine Schlüsselrolle, um Kunden in jeder Phase der Journey zu unterstützen.

Häufige Fragen (FAQ) zur Customer Journey als Leitlinie im klassischen und Online-Marketing

Die Customer Journey beschreibt alle Phasen, die ein Kunde durchläuft – vom ersten Kontakt mit einer Marke bis hin zur langfristigen Bindung. Sie ist wichtig, um Marketing-Maßnahmen gezielt an den Bedürfnissen der Kunden auszurichten und sowohl online als auch offline effektiv einzusetzen. 

Die Customer Journey besteht in der Regel aus fünf Phasen: Awareness, Consideration, Purchase, Retention und Advocacy. Jede Phase hat eigene Ziele und Touchpoints, die Kunden gezielt ansprechen und zur nächsten Phase führen. 

Im klassischen Marketing dominieren analoge Touchpoints wie TV-Werbung, Plakate oder Flyer, die vor allem in der Awareness-Phase wirken. Im Online-Marketing ist die Customer Journey datengetrieben: SEO, SEA, Social Media und Retargeting ermöglichen eine personalisierte Begleitung in jeder Phase. 

Die Website ist ein zentraler Touchpoint, der alle Phasen der Customer Journey unterstützt – von der Auffindbarkeit durch SEO in der Awareness-Phase über Produktseiten in der Consideration bis hin zum Check-out im Purchase und Serviceangeboten in der Retention-Phase. 

Unternehmen stärken die Kundenbindung durch Follow-up-E-Mails, Treueprogramme, personalisierte Angebote oder Newsletter. Ziel der Retention-Phase ist es, bestehende Kunden zu halten und langfristige Beziehungen aufzubauen. 

In der Advocacy-Phase empfehlen zufriedene Kunden die Marke freiwillig weiter – über persönliche Empfehlungen, Google-Bewertungen oder Social-Media-Posts. Diese Form der Markenbotschafter stärkt Vertrauen und unterstützt die Gewinnung neuer Kunden. 

 

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